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Materialien - Eigenschaften und Verträglichkeit

Hier finden Sie eine Übersicht der von uns verwendeten Materialien und Ihrer Eigenschaften.

Aluminium

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, das bei blankem Aluminium durch die Bearbeitung leichte Kratzer in der Oberfläche entstehen. Diese sind bedingt durch die Oberflächenstruktur des Materials und lassen sich auch bei größter Sorgfalt nicht vermeiden. Wir bitten dies bei der Materialauswahl zu beachten und empfehlen bei optisch erhöhten Ansprüchen ein oberflächenvergütetes Material zu verwenden (z. B. Aluminium farbbeschichtet).

  • Optik: Lieferzustand silbermetallisch glänzend, nach Schutzschichtbildung etwas matter
  • geringes Gewicht
  • korrosionsbeständig
  • weich, leicht verformbar
  • farbige Ausführung auf Anfrage erhältlich
  • Nahtverbindung durch schweißen, kleben, falzen

Titanzink

Wichtiger Hinweis: Auf dem Titanzink bilden sich nach den ersten Bewitterungen bzw. Kontakt mit Wasser starke Flecken. Diese Erscheinung ist normal und gehört zum chemischen Prozess der Oxidschichtbildung (Patina). Die Verfärbungen ändern sich fortwährend nach weiteren Witterungseinflüssen bis eine annähernd gleichmäßig mattgraue Oberfläche entsteht. Um diesen Vorgang zu umgehen wird vorbewittertes Material (auf Anfrage) angeboten, es ist etwas teurer bietet aber von Anfang an eine optisch ansprechende Oberfläche

  • Optik: Lieferzustand metallisch glänzend, nach Schutzschichtbildungmattgrau
  • gute Stabilität
  • korrosionsbeständig
  • sehr gute Verarbeitungseigenschaften
  • gleichmäßige mattgraue Optik bei vorbewittertem Material (auf Anfrage erhältlich)
  • Nahtverbindung durch Weichlöten, Kleben, Falzen, Rinnenverbinder

Die Patinabildung , oder Woher kommen die Flecken auf dem Titanzink?

Das Problem:

Bei walzblankem Titanzink bilden sich nach dem ersten Kontakt mit Regenwasser unschöne Verfärbungen bzw. dunkle Flecken. Was ist das bzw. bleibt das so?

Die Ursache:

Der Auslöser für die Erscheinung ist eine chemische Reaktion. Auf der walzblanken Titanzinkoberfläche bildet sich in Verbindung von Sauerstoff und Wasser Zinkhydroxid. Mittels des Kohlendioxids der Atmosphäre entwickelt sich dieses weiter zu Zinkcarbonat. Aus dieser anfänglich sehr ungleichmäßigen Oberfläche wächst dann schrittweise die Patina (natürlich entstehende Schutzschicht) zusammen. Die abgeschlossene Patina zeigt dann den typischen matten graublauen Farbton des Titanzinks. Der Zeitraum in dem die Patinabildung abgeschlossen ist, kann nicht verbindlich vorhergesagt werden, da es von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Einfluss darauf hat die Ausrichtung der Dach- bzw. Wandfläche zur Wetterseite, die Zusammensetzung der Luft und die Häufigkeit des Niederschlages. An ungünstig ausgerichteten Fassadenflächen kann die Schutzschichtbildung mehrere Jahre dauern.

Es gibt aber auch konstruktive Umstände, die eine Fleckenbildung oder Korrosionserscheinungen hervorrufen können, dazu zählen:

  • Weißrost, weißpulvrige Erscheinung auf der Oberfläche, entsteht bei länger anhaltendem Feuchtigkeitseinfluss und dadurch fehlendem Luft- bzw. CO² Kontakt. Er hat keinen schädlichen Einfluss auf das Material.
  • Bitumenkorrosion, gelbliche Flecken bzw. Anlaufspuren, entstehen durch ungeschützte Bitumenflächen in Verbindung mit Wasser. Sie wirkt korrosiv und kann zu Lochfrass führen. Empfehlung -> Schutzanstrich

Ratschläge:

Es sollte nicht versucht werden die Patinabildung mittels irgendwelcher Methoden zu beschleunigen oder aufzuhalten, das Ergebnis wird meist schlimmer. Geben Sie dem Material die Zeit die Schutzschichtbildung abzuschließen, diese macht es ansehnlich und sehr lange haltbar. Wenn aus optischen Gründen, von Anfang an, eine gleichmäßige Oberfläche gewünscht wird, dann sollte vorbewittertes Material verwendet werden. Die walzblanke Oberfläche des Titanzinks zu erhalten ist nicht möglich, hier müsste ein anderes Material verwendet werden.

Patinabildung bei Titanzink

Kupfer

  • Optik: Lieferzustand hellrot glänzend, nach Schutzschichtbildung dunkelbraun danach grün
  • sehr gute Verformbarkeit
  • korrosionsbeständig
  • sehr hohe Lebensdauer
  • Nahtverbindung durch Weichlöten, Hartlöten, Kleben, Falzen, Rinnenverbinder

Blei

  • Optik: dunkelgrau, auch farbig lieferbar
  • sehr weich und damit gute Verformbarkeit
  • korrosionsbeständig
  • sehr hohe Lebensdauer
  • Nahtverbindung durch weichlöten, kleben, falzen
  • Anwendungsbereiche: Dachanschlüsse, Einfassungen, Metalldächer

verzinktes Stahlblech

  • hohe Stabilität, Festigkeit
  • korrosionsgeschützt
  • Anwendungsbereich: Schneckenzaun, Vorstoßblech, Klemmhalter

Edelstahl

  • Optik: metallisch glänzend
  • hohe Stabilität, leicht spröde
  • korrosionsbeständig
  • mit verzinnter Oberfläche lieferbar (Uginox)
  • Nahtverbindung durch weichlöten, kleben, falzen
  • Dachrinnen, Metalldächer

Verträglichkeit der Materialien

Die nachfolgende Tabelle zeigt den möglichen Zusammenbau von Metallen:

Werkstoff Aluminium Blei Kupfer Titanzink nicht
rostender Stahl
verzinkter Stahl
Aluminium + + - + + +
Blei + + + + + +
Kupfer - + + - + -
Titanzink + + - + + +
nicht rostender Stahl + + + + + +
verzinkter Stahl + + - + + +

+: zulässig
- : nicht zulässig

 

In abfließendem Wasser enthaltenen Kupferionen können die Flächenkorrosion von Aluminium, Zink und verzinktem Stahl fördern, insbesondere wenn es sich um größere Kupferflächen handelt. Deshalb sollten diese Metalle in Fließrichtung nicht unterhalb von Kupferwerkstoffen angeordnet werden.